Metadaten sichern das Urheberrecht im Internet

Praxis Copyright

Schloss Cappenberg mit Copyrightzeichen

Beim Kopierenoder Speichern von Fotos aus Webseiten gehen wichtige Informationen verloren, wenn die Bilder nicht in den Metadaten beschriftet sind.

Mit rechtem Mausklick werden täglich Bilder von Webseiten auf Computer gespeichert. Auf den Internetseiten, denen die Bilder entnommen werden, stehen unter der Fotos meist Bildbeschreibung und der Name des Urhebers. Auf dem Computer liegen die gespeicherte Fotos nun losgelöst von diesen Informationen. Und schnell ist vergessen, von welcher Webseite die Fotos eigentlich stammen! Bildersuchmaschinen wie Google lösen in der Ergebnisanzeige von vorne herein das Bild aus seiner Webseite und der dazugehörigen Bildbeschreibung.
Deshalb werden in digitale Fotos Textinformationen eingebunden. Diese Dateiinformationen zeigen den Urheber des Bildes, nennen seine Kontaktdaten, bieten eine detaillierte Beschreibung des Bildes und geben Kamera-Daten an. Die eingebunden Infos werden Metadaten bzw. IPTC-Informationen genannt.

Speichern eines Bildes mit rechtem Mausklick.

Speichert man mit rechtem Mausklick eine Bilddatei in einen Ordner auf dem Computer, wird das Bild aus der Informations-Struktur der Webseite herausgelöst. Der erklärende Bildtitel und Quellenangabe auf der Webseite werden nicht mit kopiert.

Metadaten einsehen

Seit Windows-Vista kann man beim rechtem Mausklick auf eine Bilddatei über „Eigenschaften/Details“ Teile der Dateiinformationen einsehen. Es ist eine eingeschränkte Übersicht der Metadaten Titel, Autor, Copyright und einige Kameradaten.
Mehr Informationen lassen sich mit Bildbearbeitungsprogrammen auslesen:
In den Adobe-Bildbearbeitungsprogrammen Photoshop und Bridge findet man die Metadaten unter dem Menüpunkt „Datei/Dateiinformationen“. Bei der kostenlosen Google-Fotobearbeitungssoftware Picasa im Hauptmenü unter „Ansicht/Eigenschaften“. Hier Screenshots dieser Programme:

Bildgalerie Anzeige von Dateiinformationen in verschiedenen Programmen

Trotz dieser sinnvollen Funktion sind die meisten Bilddateien im Web nicht in den Dateiinformationen beschriftet. Viele Fotografen bzw. Archive füllen die Metadaten in den IPTC-Informationen nicht aus. Und manche Contentmanagement-Programme für Webseiten löschen sogar schon eingetragene Metadaten. Zum Beispiel mein Blogger-Programm WordPress entfernt die Dateiinformationen aus den Bilddateien, die es verkleinert bzw. beschneidet. Auch Photoshop löscht bis zur Version CS3 bei “Speichern für’s Web” schon eingetragene Metadaten.

Dateiinformationen nachträglich eintragen

Als Webseitenbetreiber sollte man solche Bilddateien auf dem Server nachträglich zumindest mit Copyright-Informationen beschriften. Mit Programmen wie Adobe-Bridge kann man mehrere Dateien im (synchronisierten) lokalen Image Ordner auf einmal beschriften und dann mit dem Ftp-Programm erneut uploaden. Die Metadaten besitzen bei ausführlicher Beschriftung eine Dateigröße von circa 10 Kilobyte pro Datei. Wenn man auf Kameradaten verzichtet, gehen noch einmal 2 KB davon ab. Angesichts des hohen Nutzwertes der Metadaten eine zu vernachlässigende Größe.
So bleiben Bilddateien, die aus Webseiten heraus gelöst worden sind, auch auf Dauer identifizierbar.