Route Migration

Erinnerungsorte der Ein- und Auswanderung in Nordrhein-Westfalen

Fief Wunnen Baum und Steen in der Bauerschaft Altenburg bei Laer. Einer der Sammelpunkte der Hollandgänger im Kreis Steinfurt. Foto © Dietrich Hackenberg
Fief Wunnen Baum und Steen in der Bauerschaft Altenburg bei Laer. Einer der Sammelpunkte der Hollandgänger im Kreis Steinfurt.

Das Webprojekt „Route der Migration” zeichnet die Wege der Ein- und Auswanderer auf dem Gebiet des heutigen Nordrhein-Westfalens nach und lädt ein zu einer Entdeckungsreise in die bewegte Migrationsgeschichte zwischen Rhein und Weser.

Im Auftrag des Intergrationsbeauftragten habe ich 2007 das Konzept für ein Internetprojekt zu Erinnerungsorten entwickelt.
Idee der Route ist, das Thema Migration und deren Geschichte im lokalen Umfeld der Menschen in Nordrhein-Westfalen zu verankern. Es wird ein Bewusstsein für die Vielfalt und Verbreitung von Einwanderung und Auswanderung in Gegenwart und Vergangenheit geschaffen.

Vom Kommen, Gehen und Bleiben – Migration ist der Normalfall

Emigranten der Französischen Revolution, Amerikaauswanderer, Hollandgänger, Sinti und Roma, Zwangsarbeiter, italienische Eisverkäufer, Vertriebene, DDR-Flüchtlinge, die Arbeitsmigranten aus Südosteuropa — Migration hat überall im Rheinland und Westfalen und zu jedem Zeitpunkt der Geschichte stattgefunden. Migration ist der Normalfall.
Im Mittelpunkt der Route stehen Erinnerungsorte. Das sind authentische Orte, die mit einer oder mehreren Migrationen zusammenhängen. Erinnerungsorte können sein: Architektur, Naturdenkmäler, Verkehrswege, Plastiken oder Gegenstände von besonderer historischer Bedeutung*. Mit zehn Erinnerungsorten ist die Route Migration im August 2007 gestartet – als virtuelle Route im Internet.

  • Als potentiell begehbare Route konzipiert, stützt sich das Projekt auf authentische Orte. Im Gegensatz zu dem erweiterten Erinnerungsort-Begriff des französischen Historikers Pierre Nora — siehe wikipedia Erinnerungsort
Das Pastorius-Denkmal, gelagert im Magazin des Stadtarchivs. Im Jahre 1683 sind 13 Quäker-Familien aus Krefeld unter Führung von Franz Daniel Pastorius auf dem Weg nach Pennsylvanien, sie bilden die erste überlieferte Gruppe von deutschen Auswanderern nach Amerika. Coloriertes Foto © Dietrich Hackenberg
Das Pastorius-Denkmal, gelagert im Magazin des Stadtarchivs. Im Jahre 1683 sind 13 Quäker-Familien aus Krefeld unter Führung von Franz Daniel Pastorius auf dem Weg nach Pennsylvanien, sie bilden die erste überlieferte Gruppe von deutschen Auswanderern nach Amerika.
In der Unteren Wernerstraße in Solingen klafft eine Lücke. Hier stand das Haus der Familie Genç, das 29. Mai 1993 einem ausländerfeindlichem Brandanschlag zerstört wurde. Fünf Mitglieder der Familie kamen in den Flammen ums Leben. © Dietrich Hackenberg
In der Unteren Wernerstraße in Solingen klafft eine Lücke. Hier stand das Haus der Familie Genç, das 29. Mai 1993 einem ausländerfeindlichem Brandanschlag zerstört wurde. Fünf Mitglieder der Familie kamen in den Flammen ums Leben.
Hindutempel im Industriegebiet von Hamm-Uentrop. Coloriertes Foto © Dietrich Hackenberg
Hindutempel im Industriegebiet von Hamm-Uentrop.

Leistungen lichtbild

Konzeption, Gestaltung und Seitenlayout, Bildrecherche, Hintergrundrecherche, Fotografie, Interview, Textbeiträge.

Briefmarke Concord

Route Migration
Webprojekt

Erinnerungsorte der Ein- und Auswanderung auf dem Gebiet von Nordrein-Westfalen
externe Webseite
Koffer in der nachgestellten Unterkunft - Dokuzentrum der Landesstelle Unna-Massen. Foto © Dietrich Hackenberg

Ein starkes Stück Landesgeschichte
Landestelle Unna-Massen

Broschüre zur Geschichte der Aufnahmestelle für Flüchtlinge, Vertriebene und Aussiedler in Nordrhein-Westfalen.
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